Männer lesen nicht?

In einem Interviw zum UNESCO-Welttag des Buches wird bei Tagesschau.de aufgezeigt, dass die Jungs heute viel weniger lesen als Mädchen. Das war auch in meiner Jugend schon so… In der Realschule, das war bei mir 1979 – 1983, hatte meine Klassenlehrerin jedes Jahr mit uns eine Literaturwoche gemacht. Jeder sollte sein derzeitiges Lieblingsbuch der Klasse vorstellen. Die Mädchen hatten alle Bücher vorgestellt, von den Jungs hatte über die Hälfte Micky Maus-Hefte, Clever & Smart, Lucky Luke usw. dabei. Ich hatte damals schon solche Dinge wie „Das dicke Zillebuch“ und so dabei.
Ich habe schon immer gern gelesen und tue es auch heute noch! Wenn mich ein Buch fesselt, dann kann ich auch locker mal ein Wochende durchlesen und so einen 600-Seiten-Schmöcker mal schnell verschlingen.
Und damit ihr mir glaubt, will ich hier regelmäßig mal die Bücher vorstellen die ich gerate gelesen hab.

Die Rückkehr des TanzlehrersDen Anfang will ich mal mit dem Buch:

Die Rückkehr des Tanzlehrers
von Henning Mankell

machen. Ist jetzt zwar schon ein paar Wochen her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es ist auf jeden Fall wert hier vorgestellt zu werden! Es zeigt mal auf, dass nicht nur wir hier in Deutschland Probleme mit Nationalsozialismus haben – aber eigentlich ist ja bekannt, dass es gerade auch in den nordischen Ländern eine sehr aktive Szene in dem Bereich gibt. Sehr gut und mutig finde ich, wie der Autor, Henning Mankel, mit der Thematik umgeht.
Aber hier einfach mal der Klappentext des Buches:

Stefan Lindman, 37, Polizeikommissar in Südschweden, bekommt zwei schlechte Nachrichten: Er hat Krebs, und sein ehemaliger Kollege und Mentor. Herbert Molin, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Lindman hinauf nach Norrland. Dort hat Herbert Molin nach seiner Pensionierung in völliger Abgeschiedenheit gelebt, bis er am 19. Oktober 1999 überfallen, gefoltert und getötet wurde – ein Mord, der einer Hinrichtung gleicht. Während Lindman versucht, mit sich und seiner Krankheit ins Reine zu kommen, scheut er kein Risiko und ist den Ermittlungen der Kollegen am Ort immer eine Nasenlänge voraus. Er entdeckt, dass Herbert Molin ein ehemaliger SS-Mann war, der 1942 als Freiwillger auf Seiten Hitlers in den Krieg zog und seiner politischen Überzeugung offenbar bis zum Lebensende treu blieb. Und er findet wenig später ein weiteres schlimm zugerichtetes Mordopfer vor, Molins Nachbarn, einen pensionierten Geiger. Was aber hat der Musiker mit Molins faschistischen Ansichten zu tun? Und welche Rolle spielt jenes geheime Netzwerk schwedischer Nationalsozialisten, das auch Lindmans eigene Vergangenheit berührt und in der Gegenwart noch so erschreckend präsent ist?

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