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Okt 12

Novecento

Nach langer Zeit – unser letzter Theaterbesuch war im Sommer 2007 beim „Hamburger Jedermann“ – sind Maja und ich endlich mal wieder zusammen losgezogen um „in Kultur“ zu machen. Zufällig bin ich neulich beim Studium der Onlineausgabe der Harburger Anzeigen und Nachrichten über die Ankündigung des Harburger Theaters gestolpert, dass dort der Monolog „Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten“ gespielt wird. Das alleine hat mich natürlich erstmal nicht so neugierig gemacht – ich kannte das Stück nicht! Allerdings stand da dann ein Name für die Hauptrolle (es gibt allerdings auch nur diese eine Rolle): „Thomas Borchert“. Und seit wir das erste Mal im „Tanz der Vampire“ in Hamburg waren und dort Thomas Borchert in der Rolle des Grafen von Krolock erleben durften, sind wir von ihm begeistert. Da war es dann klar, dass wir diesen Monolog sehen mussten!
Erstmal sind wir dann im Caspari in der Lämmertwiete essen gegangen und dann zum Theater gelaufen. Nun lebe ich seit 43 Jahren im Bezirk Harburg, aber ich erinnere mich nicht, dass ich jemals im Harburger Theater war – so wurde auch das mal Zeit… Allerdings wir das Foyer des Theaters und des Helmsmuseums gerade umgebaut so das man das Theater nur über den Hintereingang betreten kann. Aber dann ist man in einem doch recht schönen Theatersaal.
Doch nun erstmal zum Stück.Das Harburger Theater schreibt im Programm:

Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten

Von Alessandro Baricco
Deutsch von Karin Krieger

Regie: Martin Blau
Mit Musical-Star Thomas Borchert

Man schreibt das Jahr 1900, der Matrose Boodmann findet im Ballsaal eines Luxusdampfers ein ausgesetztes Baby. Da das Neugeborene in der Pappschachtel eines Zitronenhändlers lag, tauft es der stolze Seemann kurzerhand auf den Namen Danny Boodmann T.D. Lemon Novecento. Er übernimmt von nun an die Fürsorge für den Kleinen. Was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnt: Novecento wird dieses Schiff, die „Virginian“, zeit seines Lebens nicht mehr verlassen. Er wird Pianist, Ozeanpianist, verzaubert mit nie gehörten Klängen die Gäste im Ballsaal und spielt unten, bei den Leuten der 3. Klasse, seinen eigenen, aus tiefstem Innern empfundenen Jazz und Ragtime.

„Es ist ein Rausch, eine Hymne an die Musik, die Leidenschaft und die Freundschaft – verrückt, emotional, nachdenklich. Und klasse übersetzt.“

Thomas Borchert als Trompeter Tim Tooney, dem besten Freund von Novecento, erzählt die Geschichte von Novecento und spring in alle Rollen über die er erzählt. Mal urkomisch, mal sehr nachdenklich, dann ganz leise und im nächsten Moment laut – so bringt Thomas Borchert diesen Monolog über 90 Minuten spannungsgeladen zum Publikum. Immer wieder spielt Thomas Borchert Klavier – vemeidet aber immer, dass der Eindruck entstehen könnte, er wäre der weltbeste Klavierspieler Novecento. Allerdings ist Thomas Borchert auch ein sehr guter Pianist! Den ersten Szenenapplaus gab es schon als Thomas Borchert darstellte wie er als Trompeter Tim Tooney das Engagement auf der Virginian bekam. Er spielte da ein Trompetensolo ohnegleiche – allerdings ohne Trompete! Und dies war beileibe nicht der einzige Szenenapplaus. Nachdem gefühlte 20 Minuten um waren hab ich das erste und einzige mal auf die Uhr geschaut und war erstaunt, dass bereits 50 Minuten vergangen waren!
Viel zu schnell war dann das Ende erreicht und ein faszinierender Theaterabend ging zu Ende! Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch in einer Aufführung von Thomas Borchert!
Zum Schluss möchte ich den lieben Lesern noch die Kritik aus den Harburger Anzeigen und Nachrichten von der Premiere ans Herz legen.

Leider darf ich kein Foto zu diesem Artikel veröffentlichen – eigene hab ich nicht und die Bilder von der Website von Thomas Borchert sind natürlich geschützt und dürfen nicht auf anderen Seiten veröffentlicht werden. Aber man kann sich die Bilder natürlich in seiner Galerie anschauen!

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