Dampf & Freunde

Letzten Samstag war es wieder soweit: Musemstage in Bochum-Dahlhausen! Auch wenn sich diesmal nicht so viele Freunde angekündigt hatten, wollte ich trotzdem hin. Da ich diesmal alleine aus Hamburg gefahren bin, konnte ich auch mit meiner Freifahrt morgens den EC 101 Richtung Chur nehmen und somit gute 2 Stunden Reisezeit im Verhältniss zum letzten September sparen. Nachdem mein Zug bis Essen 10 Minuten Verspätung hatte, war die S-Bahn gerade weg und ich mußte 30 Minuten auf die Nächste warten… Der Essener Bahnhof ist verdammt zugig und es war elendig kalt! Auch der Pendel vom Bahnhof Dahlhausen zum Museum lies dann auf sich warten und somit war ich erst um 11:15 Uhr im Museum und nicht wie geplant um 10:30 Uhr. Bis auf Rolf waren auch die Anderen schon da, allerdings wurden wir insgesamt diesmal nur 8 Chatter / Forumanen. Leider war auch das Wetter nicht so schön wie im letzten Herbst… Wenn die Sonne mal geschienen hat, dann war es zwar schon angenehm warm, aber leider hat es auch viel geregnet und dann war es eisig kalt – am Bierstand hätten die man lieber Glühwein verkaufen sollen!
Natürlich gibt es auch wieder viele Fotos. Ich habe einen Film gefüllt und die Bilder sind in der Galerie zu finden, Heinz-Dieter Papenberg hat einen sehr schönen Bericht auf seiner Homepage und auch bei Jens gibt es eine umfangreiche Galerie. Um 15:15 Uhr haben wir dann den Sonderzug vom Museum nach Bochum genommen. Und war dieser vorher noch mit der P8 und der 212 bespannt, so hatten wir nun das Glück, dass der Zug nun mit 2 Dampfloks bespannt war! Von Bochum ging es dann mit dem IC nach Hause. Diesmal war ich schon um 20:30 Uhr zu Hause… Wenn auch das Wetter schlecht war und nicht soviele Freunde da waren, so war es doch ein wunderbarer Tag und ich freue mich immer wieder die Chatter live zu erleben!

Wo liegt Leipzig…?

Auf der Internetpräsenz der Bahn kann man ja die aktuellen Abfahrtstafeln der deutschen Bahnhöfe anschauen. Seit einiger Zeit wird auch der Grund für eine Verspätung angegeben. Auch kann man den Zuglauf jedes einzelnen Zuges anschauen und sehen, an welchem Bahnhof er mit wieviel + oder – angekommen ist. Soweit so schön….
Heute hab ich mal wieder geschaut, ob mein Zug in die Heimat zu Feierabend pünklich ist. Da ist mir ein interissanter Verspätungsgrund bei einem anderen Zug aufgefallen: „verspätete Übergabe aus dem Ausland“. Ziel des Zuges, der IC 2038, sollte Oldenburg sein. Nun war ich neugierig und wollte mal wissen, aus welchem Ausland der Zug denn kam… Und seht selbst:
Zuglauf IC 2038
Nun ist alles klar – Sachsen ist nicht Deutschland!

Ach ja, mein Zug hatte mal wieder +25… wie jeden Tag diese Woche…

Und noch ein Buch

So, nun stelle ich das nächste Buch vor, das ich gerade – naja, ich bin schon seit einer Woche damit fertig – gelesen habe:
AssassiniAssassini
von Thomas Gifford

Das Buch ist schon ein bisschen älter, Thomas Gifford hat 9 Jahre daran gearbeitet und es 1990 veröffentlicht. Damals ist es wohl an mir vorbei gegangen, aber nun im Dunstkreis von Dan Brown und seinen Büchern Sakrileg und Illuminati ist mir das Buch aufgefallen und ich hab mich mal an die 864 Seiten gemacht. Und es sind alles spannende Seiten! Mehrere Handlungsstränge und immer wieder das Gefühl, wenn die Hauptpersonen mit einander reden würden, dann wäre doch alles klar… und 5 Seiten weiter ist dem Leser, der ja alle Handlungsstränge kennt, doch nichts mehr klar und alles verschwimmt wieder im Nebel!
Es geht um die katholische Kirche und ihr Verhalten im Dritten Reich… und ich kann mir gut vorstellen, dass die Kirche so oder ähnlich vom Dritten Reich profitiert hat…
Hier nun der Klappentext:

Der Mord an der jungen Ordensschwester Valentine läßt ihren Bruder Ben, einen Anwalt und ehemaligen Jesuiten, nicht ruhen. Sein einziger Hinweiß ist ein verblaßtes Foto aus dem Paris des Jahres 1943. Auf der Suche nach den vier Männern, die auf diesem Foto abgebildet sind – und dem fünften, der es aufgenommen hat -, stößt er auf eine Reihe ungeklärter Todesfälle, die nur eins verbindet: daß man ihn jedesmal warnt, seine Nase nicht in Dinge hineinzustecken, die nur die Kirche etwas angehen. Alle Spuren führen nach Rom, zu den geheimen vatikanischen Archiven und in die Vergangenheit: Irgendwann in der Renaissance, so heißt es, gab es unter den berüchtigten Borgia-Päpsten eine geheime Mördertruppe, Assassini genannt, die dann zum Einsatz kam, wenn alle Mittel versagten. War es möglich, dass irgend jemand diese Truppe wieder zum Leben erweckt hat, damals 1943 – und heute? Aber welche Interessen der Kirche mochten heute so wichtig sein, dass man vor Mord nicht zurückschreckt, um sie zu schützen?

Männer lesen nicht?

In einem Interviw zum UNESCO-Welttag des Buches wird bei Tagesschau.de aufgezeigt, dass die Jungs heute viel weniger lesen als Mädchen. Das war auch in meiner Jugend schon so… In der Realschule, das war bei mir 1979 – 1983, hatte meine Klassenlehrerin jedes Jahr mit uns eine Literaturwoche gemacht. Jeder sollte sein derzeitiges Lieblingsbuch der Klasse vorstellen. Die Mädchen hatten alle Bücher vorgestellt, von den Jungs hatte über die Hälfte Micky Maus-Hefte, Clever & Smart, Lucky Luke usw. dabei. Ich hatte damals schon solche Dinge wie „Das dicke Zillebuch“ und so dabei.
Ich habe schon immer gern gelesen und tue es auch heute noch! Wenn mich ein Buch fesselt, dann kann ich auch locker mal ein Wochende durchlesen und so einen 600-Seiten-Schmöcker mal schnell verschlingen.
Und damit ihr mir glaubt, will ich hier regelmäßig mal die Bücher vorstellen die ich gerate gelesen hab.

Die Rückkehr des TanzlehrersDen Anfang will ich mal mit dem Buch:

Die Rückkehr des Tanzlehrers
von Henning Mankell

machen. Ist jetzt zwar schon ein paar Wochen her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es ist auf jeden Fall wert hier vorgestellt zu werden! Es zeigt mal auf, dass nicht nur wir hier in Deutschland Probleme mit Nationalsozialismus haben – aber eigentlich ist ja bekannt, dass es gerade auch in den nordischen Ländern eine sehr aktive Szene in dem Bereich gibt. Sehr gut und mutig finde ich, wie der Autor, Henning Mankel, mit der Thematik umgeht.
Aber hier einfach mal der Klappentext des Buches:

Stefan Lindman, 37, Polizeikommissar in Südschweden, bekommt zwei schlechte Nachrichten: Er hat Krebs, und sein ehemaliger Kollege und Mentor. Herbert Molin, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Lindman hinauf nach Norrland. Dort hat Herbert Molin nach seiner Pensionierung in völliger Abgeschiedenheit gelebt, bis er am 19. Oktober 1999 überfallen, gefoltert und getötet wurde – ein Mord, der einer Hinrichtung gleicht. Während Lindman versucht, mit sich und seiner Krankheit ins Reine zu kommen, scheut er kein Risiko und ist den Ermittlungen der Kollegen am Ort immer eine Nasenlänge voraus. Er entdeckt, dass Herbert Molin ein ehemaliger SS-Mann war, der 1942 als Freiwillger auf Seiten Hitlers in den Krieg zog und seiner politischen Überzeugung offenbar bis zum Lebensende treu blieb. Und er findet wenig später ein weiteres schlimm zugerichtetes Mordopfer vor, Molins Nachbarn, einen pensionierten Geiger. Was aber hat der Musiker mit Molins faschistischen Ansichten zu tun? Und welche Rolle spielt jenes geheime Netzwerk schwedischer Nationalsozialisten, das auch Lindmans eigene Vergangenheit berührt und in der Gegenwart noch so erschreckend präsent ist?

you’ll never walk alone…

Ich bin ja kein Fußballfan… aber für St. Pauli schlägt mein Herz dann doch! Auch wenn ich nicht an den Aufstieg glaube und mir eigentlich klar war, dass heute wohl kein Sieg gegen die Bayern rauskommt… Leider hab ich recht behalten – nur, dass Pauli bestimmt 75 Minuten von den 92 Spielminuten die besseren waren, damit hab ich auch nicht gerechnet! Selten hätte eine „Verlierer-Mannschaft“ den Sieg so verdient wie heute Abend Pauli! Die Bayern hatten 6 Torchangen und leider 3 verwandelt – Pauli hatte bestimmt 15 Changen…
Und was sagte Felix Magath so schön auf die Frage wo die Bayern den in den 1. 35 Minuten der 2. Halbzeit waren?

Wir hatten einen gehörigen Respekt vor dieser Kulisse mit den Fans in diesem Stadion und vor den kämpfenden St. Paulianern…

Leider ist das Spiel doch 0:3 gegen die Besseren und für Bayern ausgegangen – aber wenn die Mannschaft so in den nächsten Liga-Spielen fightet, dann kann das Wunder mit der 2. Bundesliga doch noch eintreten!
Und die Fans stehen dahinter! Wo wird ein „Verlierer“ denn sonst so gefeiert wie auf St. Pauli? Und zum ausverkauften Stadion kamen ja nochmal 20.000 Fans an den Deichtorhallen dazu…
You’ll never walk alone…

Technikabhängigkeit…

Montag Abend, ich sitze gemütlich vor dem PC und stöbere ein bisschen im Internet. Drausen zieht ein Gewitter auf, es schüttet wie aus Eimern und es blitzt und donnert. 18:50 Uhr – plötzlich flackert das Licht und 30 Sekunden später geht es aus, der Fernseher auch und der PC ist auch aus! Ein Blick zu Fenster – alle Nachbarhäuser sind dunkel und die Straßenlaternen sind aus. Also kein Problem in meinem Sicherungskasten oder der Hausverteilung… Vermutlich Blitzeinschlag in eine Trafostation, das dauert ja nicht lange – denke ich.
Mal schnell bei Franzi anrufen und fragen ob sie noch Strom haben am anderen Ende von Harburg. Aber das Telefon ist tot, da muss es wohl doch mehr als nur Heimfeld getroffen haben. Aber wir haben ja alle Handys… Jeder Wahlversuch wird mit „Netzüberlastung“ abgewiesen. Woher bekomme ich nun Informationen? Alle meine Informationsquellen sind abhängig von der Steckdose, ich hab nicht mal mehr ein Radio mit Batteriebetrieb!
Endlich um 19:40 Uhr bekomme ich auch mal einen Kanal ab und erreiche Bärbel am anderen Ende von Hamburg – endlich mal ein paar Infos! Aber so richtig weiß sie auch noch nichts, nur das Vattenfall von einem Ausfall von 2 Stunden ausgeht und ganz Harburg betroffen ist.
Tja, was macht man dann ohne Fernseher und ohne PC? Die Stirnlampe gegriffen und ein gutes Buch, die maximal noch 1,5 Stunden ohne Strom schaffe ich…….
Um 21:20 Uhr bekomme ich meinen 2. und letzten Kontakt über das Handy zur Außenwelt – wieder mit Bärbel und diesmal hat sie schon Nachrichten gesehen. Ich höre das 1. Mal von einem Tornado der Teile Harburgs verwüstet hat und vorallem unsere Haupt-Stromleitungen zerstört hat. Also dauert der Ausfall wohl noch eine Weile.
Somit hab ich dann den Rest des Abends mit meinem Buch und der Stirnlampe verbracht…
Heute Morgen um 5:20 Uhr ging dann plötzlich das Licht und der Fernseher an – der Strom ist wieder da, nach über 10 Stunden ist alles wieder normal. Nun höre ich erstmal Nachrichten und bekomme das ganze Ausmaß der Zerstörung mit. 300.000 Menschen die ganze Nacht ohne Strom, ein Großteil auch ohne Wasserversorgung. 2 tote Kranführer die mit ihren Maschienen umgekippt sind und Bilder wie aus Amerika!
Und ich habe erlebt wie abhängig wir von der Technik sind und wie schlimm es ohne aktuelle Informationen ist. Ich befürchte, dass war wohl nicht der letzte Tornado in einer deutschen Großstadt…
Beim NDR gibt es mehr Infos.

Travel-Map

Da hab ich doch bei Enrico eine sehr schöne Sache für alle Reisenden entdeckt.
In meiner "Jugend" bin ich ja viel durch die Weltgeschichte gereist. Hier könnt ihr sehen, wo ich überall schon war:
Meine Reise-Welt
Erstelle Deine eigene Reise-Karte
Leider kann man immer nur ganze Länder auswählen, das verfälscht die ganze Sache ein wenig… So war ich zar in Russland – eigentlich in der UDSSR, aber ich bin nur bis St. Petersburg, damals hieß es noch Leninggrad, gekommen. Und von Spanien kenne ich eigentlich nur das 19. Bundesland… Aber mein Lieblingsland ist immer noch ein unwirkliches Stück karges Land, von Wind und Wetter gezeichnet, mit uneheimlich liebenswürdigen Menschen aber vorallem von den Nachbarn unterjocht! Wenn ich irgendwann mal mein Hamburg verlasse, dann geht es in das schönste Land der Erde! Trotz meiner vielen Reisen, auch schon mit 12 Jahren ohne Eltern nach Finnland, hatte ich nie Heimweh. Aber wenn denn im Winter auf der Mönckebergstraße ein Mann im Kilt steht und die Backpipes spielt, dann steigen mir die Tränen in die Augen und ich bekomme Heimweh nach meinem Scotland!

MAK Kaarst – Ein Überraschungsbesuch!

So, gestern war nun die jährliche Modellbahnausstellung vom MAK Kaarst, natürlich in Kaarst… Viele Chatter / Miwula-Forumanen hatten sich angekündigt und wollten den Tag gemeinsamm verbringen. Günni und Jörn waren als Aussteller dabei – Jörn mit seinen Car-System-Autos in der Spur N und Günni mit seinem „Testbrett“ in Spur N. Ich hab schon viele Anlagen gesehen, die deutlich schlechter waren als Günnis Testbrett!
Ich hatte nun allerdings nicht verraten, dass ich auch nach Kaarst fahre und wollte alle damit überraschen. Also ging es um 6:40 Uhr am Samstag los. Mit dem EC nach Düsseldorf – denn Zug kenn ich ja recht gut, mit dem fahre ich täglich zur Arbeit – und dann weiter mit der S-Bahn nach Kaarst. Die Veranstalltungshalle lag dann nur 10 Minuten Fußweg entfernt vom Kaarster Bahnhof, also war ich dann schon um 11:30 Uhr da! erstmal alle begrüßten – es waren immerhin schon 10 Forumanen da und wurden dann im Laufe des Tages 16! Und dann mal die Anlage von Jörn besichtigt, die Entstehung war ja Streß pur, aber das ist eine andere Geschichte… Dann Günnis Meistrwerk unter die Lupe genommen und stundenlang mit allen unterhalten. So gegen 16 Uhr ist mir dann aufgefallen, dass ich eigentlich nicht viel von der Ausstellung gesehen habe… aber ich hatte ja noch 2 Stunden Zeit dafür! Besonders schön war eine aus den Niederlanden in H0. Die Anlage war sehr gut detaliert und mit vielen kleinen beweglichen Gimmicks. So gab es den Bauern der mit der Sense das Gras geschnitten hat – er hat sich dabei natürlich bewegt – oder die Kuckucksuhr an der Wand einer Kneipe mit bewegtem Pendel! Hier fand ich sogar einen größeren Detailreichtum als im Miwula, allerdings war die Anlage auch „nur“ so ca. 5 m breit und 80 cm tief.
Aber auch ein schöner Tag geht mal zu Ende und die Ausstellung schloß um 18:00 Uhr. Nun galt es die Rückreise nach Heimfeld anzutreten. Mit der S-Bahn nach Düsseldorf – ging planmäsig, dann mit dem ICE nach Hannover – pünktlich los, aber dann von Bielefeld nach Hannover 15 Minuten Verspätung und ich hatte doch nur 12 zum Umsteigen… War aber dann auch kein Problem – der ICE aus München zur Weiterfahrt nach Harburg hatte wegen starkem Schneefall 30 Minuten Verspätung und so war ich halt nicht um 0:10 Uhr, sondern erst um 0:50 Uhr zu Hause.

18 Stunden unterwegs „nur“ um ein paar Freunde zu treffen – es hat sich gelohnt! Danke für den schönen Tag!

Fotografiert hab ich natürlich auch – sobald der Film entwickelt ist, werde ich die Bilder in meine Galerie zeigen.

Edit 07.03.06: Die Bilder sind entwickelt und gescannt! In der Galerie kann man sie sich anschauen!